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In der dritten Familiengeneration
Dr. Annette Eichele: Auf richtige Ernährung im Kleinkindalter achten
Mit Dr. Annette Eichele, der Tochter von Dr. Otto und Ilselotte Eichele, wird die Schloss-Apotheke in der dritten Familiengeneration betrieben. Die 36-jährige promovierte Apothekerin ist Qualitätsbeauftragte, verantwortlich für die Arzneimittelherstellung sowie für die Fortbildung im Haus.
Solide Grundlage
Dr. Annette Eichele schloss ihr Studium der Pharmazie 1995 mit dem dritten Staatsexamen ab. 1998 promovierte die approbierte Apothekerin am pharmazeutischen Institut der Universität Frankfurt am Main. Ihre Doktorarbeit schrieb sie im Bereich der Grundlagenforschung und Molekularbiologie. Gleichzeitig bildete sie sich auf dem Feld der Arzneimittelinformation weiter.
Anschließend ging die Naturwissenschaftlerin in die Industrie. Bei Deutschlands größtem Hersteller für Pflanzenrohstoffextrakte in Andernach arbeitete sie in der Qualitätskontrolle und in der Herstellung.
In die Schloss-Apotheke kam Dr. Annette Eichele „von einem Tag auf den anderen“. Als 2002 ihr Vater erkrankte, kündigte sie in der Industrie und sprang in der Apotheke ein. Selbst Mutter von einem dreijährigen und einem sieben Monate alten Sohn, hat sie in der Schloss-Apotheke die Abteilung Mutter und Kind aufgebaut.
Apothekerin Dr. Annette Eichele hat für ihre Kundschaft auch Ratschläge und Informationen in gedruckter Form zur Hand.
„Die Schwangerschaft ist oft der Zeitpunkt, an dem werdende Mütter über die Gesundheit nachdenken. Viele junge Frauen kommen und wollen für ihre Kinder lieber homöopathische Medikamente“, erzählt sie. In dieser Umdenkungsphase haben sie die Überlegung, dass eine Naturmedizin für sie und ihr Baby besser wäre. In der Schloss-Apotheke werden sie zu diesem Themenkomplex ausführlich beraten und es werden immer wieder Vorträge angeboten.
Ein weiterer Zeitpunkt, an dem sich junge Mütter Rat in der Schloss-Apotheke holen, ist die Umstellung von Milchnahrung auf Breinahrung. Diese Umstellung ist für die Gesundheit der Kinder von großer Bedeutung, weiß die Apothekerin. Sie empfiehlt, ein halbes Jahr ausschließlich zu stillen und dann langsam auf normale Kost überzugehen. Dabei sollte man sich genau erkundigen über die Inhaltsstoffe der auf dem Markt befindlichen Nahrungsmittel für Säuglinge.
Der Organismus des Säuglings muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen. Man sollte ihm dazu Zeit lassen. „Weniger ist mehr!“, betont Dr. Eichele. Das heißt, nicht gleich die ganze Palette an Lebensmitteln füttern. Besser bekommt es dem Säugling, wenn er erst ganz langsam an jedes Lebensmittel gewöhnt wird. Die richtige Ernährung von Kleinkindern bedeutet Gesundheitsvorsorge. Durch sie, ist Dr. Annette Eichele überzeugt, kann man Nahrungsmittelunverträglichkeiten und späteren Allergien vorbeugen. In den Seminaren der Apothekerin erfahren junge Mütter viel über eine gesunde Ernährung, sie lernen die Aufschriften auf den Gläschen zu verstehen und zu bewerten. „Man muss bewusst machen, dass sich die Nahrungsmittelindustrie nach dem Geschmack der Erwachsenen richtet. Aber der Brei soll nicht ihnen schmecken, sondern dem Baby bekommen.“ Auf Breie mit Aromen und Geschmacksverstärkern sollte besser verzichtet werden.
Umfangreich und ausgesucht ist das Sortiment für Mutter und Kind.
„Weniger ist mehr“
„Auch die Haut des Neugeborenen muss nach neun Monaten im Fruchtwasser erst einmal in unserer Umwelt ankommen.“ Wie in der Ernährung plädiert die zweifache Mutter ebenfalls bei der Hautpflege von Säuglingen und Kleinkindern: „Weniger ist mehr!“ Babys brauchen nicht unbedingt Haarshampoon. Für ihre eigenen Kinder bevorzugt sie Mandelöl und Wasser. Mütter, die an ihren Kindern gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht haben - Erkältungen zum Beispiel lassen sich mit sanften Mitteln behandeln - entscheiden sich oft auch für sich selbst und andere Familienmitglieder für die Naturmedizin.
„Unser Ziel ist es, dass noch mehr werdende Mütter früher kommen und nicht erst vier bis sechs Wochen vor der Geburt“. Im Idealfall kümmert sich Frau schon bevor sie schwanger wird um ihre Gesundheit und darum, dass ihr Körper zum Beispiel keinen Mineralien- oder Folsäuremangel hat.
Schwangerschaftsbeschwerden etwa werden leichter, wenn man die richtigen Mittel einsetzt. Gute Erfahrungen hat Dr. Annette Eichele hier mit der Aromatherapie gegen Erbrechen gemacht. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen“, freut sie sich. Gute Beratung ist vor allem wichtig, wenn eine Frau während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit krank wird. „Bei der richtigen Auswahl der Medizin ist vieles möglich ohne Schaden für Mutter und Kind“. Auch das Thema der Schutz-Impfungen wird von jungen Müttern in der Apotheke nachgefragt. Die klare Antwort der Apothekerin: Die Impfungen nicht machen zu lassen, wäre fahrlässig. Die Kinder brauchen die Grundimmunisierungen.