Schloss-Apotheke-Koblenz


Direkt zum Seiteninhalt

Wandel

über uns >

Die Apotheke

im Wandel der Zeit


Ilselotte Eichele erinnert sich - Vom handgeschriebenen Rezept zum Computerdruck

Untrennbar verbunden mit der Entwicklung der Schloss-Apotheke ist eine rasante Modernisierung der Arbeit. Ein Rückblick auf 50 Jahre Unternehmensgeschichte zeigt auch ein Spiegelbild der technischen Entwicklungen der Zeit. Vieles hat sich in fünf Jahrzehnten verändert. Anderes, wie die eingehende Beratung der Kunden, ist gleich geblieben. Apothekerin Ilselotte Eichele, die in dem Unternehmen seit seiner ersten Stunde zu Hause ist, erinnert sich.

Komplexere Anforderungen
Zahlreiche technische Neuerungen haben das Arbeiten erleichtert, doch die Anforderungen, die heute an Apothekerinnen und Apotheker gestellt werden, sind wesentlich komplexer geworden.

Man denke nur an die stetig steigende Zahl der Medikamente, an die Entdeckung immer neuer Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. 1957 gab Ilselotte Eicheles Vater, der Apothekengründer Heinrich Nobbers, ein einziges Buch den Überblick über alle auf dem Markt befindliche Mittel. Ihm genügte noch die Spezialitätenliste, die so genannte Lauerliste. „Das waren noch weniger als 1000 Positionen“, schätzt die Apothekerin. Heute hat die Schloss-Apotheke Zugriff auf weit über 60.000 verschiedene Positionen und Präparate. Aus dem Deutschen Arzneibuch ist inzwischen das fünf dicke Bände umfassende Europäische Arzneibuch geworden.

Hinter dem Verkaufsraum laufen die Fäden zusammen. Links im Bild Apothekeninhaberin Ilselotte Eichele.

Noch Pillen gedreht
Wo Apotheker Heinrich Nobbers in der Rezeptur seinerzeit eine mechanische Waage mit Gewichten und Bleikügelchen als Tarierschrot benutzte, genügt heute ein Knopfdruck auf die elektronische Waage zur exakten Gewichtsbestimmung. Pillen wurden von ihm noch per Hand gedreht. Heute füllen Maschinen die Medikamente in Kapseln. Früher, erinnert sich Ilselotte Eichele, verwendete man zum Verschließen von Flaschen Korken und Texturen. An ihre Stelle sind längst die Schraubverschlüsse getreten. Und das Beschriften der Etiketten hat ebenfalls der Computerdrucker übernommen. Geblieben ist die Anfertigung von Salben und Flüssigkeiten. Für die äußere und innere Anwendung werden sie nach wie vor per Hand hergestellt. Vorbei sind aber die Zeiten, in denen nach dem Krieg Ersatzstoffe rar waren, und die Kunden für die Herstellung ihrer Salbe Butter oder ein Ei in die Apotheke brachten oder der Verzehr von angebrüteten Eiern, den so genannten Trefoneiern, in Mode war.

Wer hätte sich damals vorstellen können zu welch großen Betrieb sich die Schloss-Apotheke im 50. Jahr ihres Bestehens entwickelt haben würde?

Heute hilft Kollege Computer

Früher wurden noch Stoffe verwendet, die als Arzneistoffe aus den Apotheken mittlerweile verschwunden sind. Borwasser als Augenwasser oder Tetrachlorkohlenstoff als Fleckenmittel sind längst verboten, weiß Mitinhaberin Ilselotte Eichele. Das Rezeptetaxieren geschah ehemals anhand einer Preisliste, heute erledigt diese Rechenarbeit der Computer. Einen Taschenrechner oder eine elektronische Kasse kannte Apotheker Heinrich Nobbers ebenso wenig wie Fotokopierer oder Fax. Alles musste mit Hand erledigt werden. Handgeschrieben waren seinerzeit auch noch alle Rezepte, die der Apotheker ebenfalls per Hand quittierte und kopierte.


Auf über 15 000 Mittel hat die Schloss-Apotheke direkten Zugriff. Eine ausgeklügelte intelligente Logistik sorgt für Nachschub und schnelle Lieferung.

Medikamente, die nach dem Abverkauf nachbestellt werden mussten, wurden handschriftlich auf dem Defektblock notiert. Dann griff der Apotheker zum Telefonhörer und gab dem Lieferanten die neue Order fernmündlich durch. In der Neuzeit vollzieht der Computer die Nachbestellungen automatisch, indem er über die Kasse den jeweiligen Strichcode der einzelnen Artikel einliest und an den Großhandel weiterleitet.

Von der Kleinlochkarte bis zum Scanner hatte die Schloss-Apotheke hinsichtlich technischer Neuerungen die Nase immer vorne. Arbeitsplätze hat dies nicht gekostet, im Gegenteil. Während Apotheker Nobbers den Betrieb mit seiner Ehefrau und einer Mitarbeiterin begann, beschäftigen Dr. Otto Eichele und Ilselotte Eichele heute über 30 Mitarbeiterinnen.

Ausgebildet und treu geblieben
Zu allen Zeiten wurde die Förderung des Nachwuchses im Hause Eichele groß geschrieben. 42 Pharmazeutisch Technische Assistentinnen (PTA), 30 Pharmazeutisch Kaufmännische Angestellte (PKA), 12 Pharmazie-praktikantinnen und vier Apothekerpraktikantinnen verdanken der Schloss-Apotheke ihre Ausbildung.

Die meisten jungen Leute, die in der Schloss-Apotheke ausgebildet wurden, sind ihr anschließend treu geblieben. So wie Petra Michel, die schon seit 1984 zum Team gehört und für die Buchhaltung zuständig ist. Auch ihr Arbeitsplatz ist durch die neue Technik aufgewertet worden. Allein in der Zentrale der Apotheke bedienen die Mitarbeiterinnen heute zehn Computer.

Sie wie alle Beschäftigten werden in Fortbildungsmaßnahmen ständig weiterqualifiziert. Im ersten Stock über den Verkaufsräumen steht dafür ein eigener Vortragsraum zur Verfügung, der ebenfalls für Kunden-Seminare genutzt wird.


Petra Michel gehört seit 1984 zum Team der Schloss-Apotheke.

Ilselotte Eichele ist in der Apotheke ihrer Eltern groß geworden. Schon als Schülerin wusste sie, dass sie den anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf der Apothekerin ergreifen wollte. Was lag da näher als ein Praktikum in der elterlichen Apotheke? Sie absolvierte es von 1960 bis 1962 in der Schloßstraße, um dann 1966 das Studium der Pharmazie in Frankfurt abzuschließen. Ihren späteren Ehemann kannte sie da schon als Bruder der Freundin, aus der Tanzschule, aus der Ausbildung, von den gemeinsamen Autofahrten von Koblenz zur Uni nach Mainz. 1969 wurde geheiratet. 1970 traten die beiden zunächst als Pächter in die Schloss-Apotheke ein. 2003 übernahmen Dr. Otto und Ilselotte Eichele das Unternehmen als gleichberechtigte Inhaber. Sie leiten ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das in seiner 50-jährigen Geschichte beständig gewachsen ist und von seiner Kundschaft geschätzt ist.

Mit der persönlichen Beratung bekommt der Kunde in der Schloss-Apotheke mehr als Arzneimittel.

Homepage | Service > | Herstellung | Infocenter | Team | über uns > | Notdienst | Kontakt | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü